Dear London: I’m in love with you… again!

von Nicky
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Dear London: I’m in love with you… again!

Letzte Woche war ich zum dritten Mal in der englischen Hauptstadt und habe mein Herz erneut verloren. Ich mag den Charme der Stadt, den Kontrast alter und moderner Architektur, die kleinen Pubs in den Gassen an der Themse und das Feeling der alten britischen Geschichte, welches an jeder Ecke spürbar wird. Dies ist ein kurzer Rückblick auf vier Tage London im Mai.

Tag 1 – Anreise und erste Eindrücke

Erstmals mit Ryanair geflogen, kam ich mir vor als wäre ich auf einer Kaffeefahrt in der Luft unterwegs. Knappe 1,5 Stunden unterwegs, gab es weder etwas zu trinken noch den üblichen kleinen Snack. Ob Wasser oder Sandwich, hier musste man für alles extra Geld hinlegen. Man konnte sogar ein Rubellos kaufen und ich glaube Kinder (?) unterstützen. Ok… Der Flug an sich war dann aber ganz ok. Ich hatte zuvor einige Horrorgeschichten gelesen, aber für uns war Ryanair soweit in Ordnung. Auf dem Hinweg durfte ich noch zur Sprengstoffkontrolle: Tasche auf, Teststreifen rein, Teststreifen raus – fertig. Klingt spektakulärer als es war 😀

Unser Zielflughafen war Stansted. Der 55 km außerhalb von London gelegene Flughafen ist kein Thema, wenn der Zug normal bis in die Stadt fahren würde. Wir mussten aber nicht wie die meisten Touristen zur Liverpoolstreet, sondern nach Stratford, um zum Hotel zu kommen. Nur fuhr der Zug aufgrund einer Baustelle (?) mal eben nicht dort hin. Gut zu wissen. Bis wir das allerdings rausbekommen hatten, verging einige Zeit. Am Ende waren wir aber mit umsteigen pünktlich zur Check-In Zeit im Hotel. Dieses (Ibis Styles) war absolut in Ordnung. Das Frühstück war für englische Verhältnisse ebenfalls gut. Einziges Manko: Unsere Klimaanlage hat getropft. Ja, getropft. Soviel, dass das Handtuch, das wir auf den Boden gelegt hatten, nach einer Nacht durch war…

Tower Bridge, City Hall, St. Pauls Cathedral

Nach kurzem Frischmachen sind wir dann los in die Stadt zur Tower Bridge. Unser Hotel lag direkt an der Messe. Dass dort gerade eine Comic Convention stattfand, war amüsant und so hatte man auf dem Weg zur DLR einiges zu gucken. Unsere erste Anlaufstelle in London war der Tower und die Tower Bridge. Das Wetter war an diesem Tag typisch englisch: bewölkt, regnerisch und schwülwarm.

Tower Bridge im Regen

Nachmittag sind wir dann an der Themse lang spaziert. Ich wollte eigentlich noch in die City Hall und die Architektur im Inneren fotografieren, doch das Gebäude hatte leider zu. Mittlerweile hat es in Strömen geregnet und ich war froh, den Regenschirm im Gepäck zu haben. Es war ein dauernder Wechsel zwischen Regen, Sonne, Regen, Wärme, Regen. Nervig. Es ging dann weiter zum Shakespeare Globe Theatre (das ich mir schöner vorgestellt hatte), Zwischenstopp zum Burger essen (Avocado Bacon Burger. Mega!), über die Millenium Bridge in Richtung St. Pauls Cathedral und zur Bank of London. Danach waren wir dann nach Anreise und erstem Sightseeing auch breit und sind zurück zum Hotel.

Avocado Bacon Burger

Tag 2 – Am Bank Holiday ins British Museum

Merke: Am 29. Mai ist in Großbritannien Feiertag. An diesem Tag ins Museum oder generell irgendwohin zu gehen, wo Menschen sind, ist nicht sehr klug, da alle Welt frei hat. Das heißt: Menschenmassen weit und breit. Nichtsdestotrotz sind wir natürlich dennoch los, um uns wieder in das Getümmel Londons zu stürzen. Auf unserer Liste standen am heutigen Tag neben dem britischen Museum die “TARDIS” von Doctor Who und die Baker Street.

TARDIS an Earl’s Court Station

Kleine Nerds unterwegs – Doctor Who & Sherlock Holmes

Als eingefleischter Doctor Who Fan war es ein Muss zur Earl’s Court Station zu fahren und ein Bild mit der blauen Polizeibox zu machen. Zwar lässt sich die TARDIS nicht öffnen, sodass wir keine Zeitreise unternehmen konnten, aber ein kostenloses Foto waren die 10 Minuten U-Bahn-Fahrt allemal Wert. Danach ging es erst zur “echten” 221B Baker Street in der die Romanfigur Sherlock Holmes gewohnt hat, (die eigentlich zwischen der 237 und 241 liegt) und danach in die North Gower Street – dem Drehort der britischen Sherlock Serie mit Benedict Cumberbatch.

Sherlock Holmes Museum

North Gower Street

British Museum

Am Mittag und Nachmittag waren wir dann im British Museum. Ich bin immer wieder fasziniert, dass der Eintritt frei ist. Wie eingangs erwähnt, war an dem Montag Feiertag und die Schlange an dem Museum gefühlte 5 Kilometer lang. Als clevere Touristen haben wir uns einfach dazwischen geschummelt und waren nach etwa 20 Minuten und einer kurzen Taschenkontrolle drin.

British Museum

British Museum

Das Museum ist riesig und kaum an einem Tag komplett zu meistern. Am imposantesten empfand ich den Stein von Rosette, den Moai Hoa-haka-nana-ia (das Männchen von der Osterinsel, ja den Namen musste ich noch einmal nachschlagen) und die Sammlungen der Welt, wo einfach alles ausgestellt wird, was eben noch im Magazin lag. Wer in London ist, muss auf jeden Fall in das Museum gehen. Allein die Räumlichkeiten sind einen Ausflug Wert.

Covent Garden

Den halben Tag im Museum verbracht, ist man entsprechend kaputt und glücklich über Entspannung am frühen Abend. Diese fanden wir im Bezirk Covent Garden. Nach einem Abstecher in die geschichtsträchtige Markthalle nahmen wir Platz am Bürgersteig und schauten für eine Weile den Straßenkünstlern zu. Sehr unterhaltsam waren ein Charlie Chaplin Imitator und ein Magier. Das Wetter spielte mit, sodass wir eine Weile hier verweilen und die romantische Szenerie einsaugen konnten, bis uns der Hunger überkam und wir uns für koreanisches Dim Sum entschließen, das ich zumindest optisch bisher nur von den heimischen Street Food Märkten kannte. Das erste Mal Dim Sum und dann direkt in London. Interessant, muss ich aber genauso wie Sushi nicht ständig essen. Nach dem Futtern sind wir noch durch Covent Garden geschlendert und dann zum Hotel zurück.

Covent Garden Markthallen

Tag 3 – Typischer Sightseeing-Trip

Schon vorneweg: Am Ende des dritten Tages haben unsere Füße gebrannt, nachdem was wir gelaufen sind…

Gestartet am Piccadilly Circus ging es zunächst zum Trafalgar Square, wo sich die National Gallery befindet. Da ich es während der letzten beiden London Besuche nicht geschafft hatte, hinein zu gehen, packte ich die Gelegenheit am Schopfe, um endlich einen Blick auf van Goghs Sonnenblumen zu werfen. Und juchu, Monets Seerosenteich ist auch dort ausgestellt – normalerweise. Doch der Raum war geschlossen, sodass nur van Goghs Blümchen und der Stuhl mit Pfeife in einem anderen Raum ausgestellt waren. Doch was heißt ‘nur’, diese echten Kunstwerke einmal live zu sehen, hat was! Wie auch das British Museum ist die National Gallery kostenlos.

Buckingham Palace

Vom Trafalgar Square ging es dann zu Fuß weiter zum Buckingham Palace. Das Wetter hat an dem Tag mitgespielt. Es blieb trocken. Allerdings war es durchgängig schwül, als würde es jeden Augenblick gewittern – tat es aber nicht. Am Buckingham Palace selbst sind wir nicht bis ganz an das Gitter gekommen, weil eine Veranstaltung stattfand und die Polizei einen Teil abgesperrt hatte. Doch auch von Weitem ist der Prunkbau zu Genüge zu sehen. Im Übrigen wehte die Union Jack. Ich habe mal gelesen, dass die Queen daheim ist, wenn das der Fall ist… gesehen haben wir die alte Dame aber nicht.

Buckingham Palace

Big Ben

Am St. James Park vorbei ging es dann Richtung Westminster Abbey und Parlament. Nach einem kurzen Päuschen am Parliament Square, wo es echt voll war, ging es dann über die Westminster Bridge. Zwischendurch wurde natürlich der Big Ben aus allen Himmelsrichtungen fotografiert. Ich habe ein Faibel dafür, 1.000 Fotos von ein und derselben Sehenswürdigkeit zu machen. Von der Golden Gate Bridge in San Francisco beim USA Urlaub im letzten Jahr hatte ich am Ende des Urlaubs sicher auch 50 Fotos aus allen verschiedenen Richtungen. So what? Die Turmuhr ist aber auch schick. Dasselbe gilt übrigens für die Tower Bridge. London, my love.

London Eye

Wie schon erwähnt, war ich das dritte Mal in der Metropole. Beim ersten Ausflug waren wir von der Schule aus nur einen Tag in der Stadt, das zweite Mal war ich vor 10 Jahren mit meiner Ma als Geschenk zum Abitur in London – beide Male war ich jeweils nur auf einer Seite der Themse, sodass dieses Mal auf jeden Fall das London Eye auf dem Plan stand. Wir hatten vorher von Besuchern gelesen, dass man sich auf lange Wartezeiten einstellen soll, wenn man vorher kein Online-Ticket erworben hat. Wir beobachteten die Warteschlange für 5 Minuten und stellten fest, dass es Ratzfatz ging. Also Ticket gekauft, angestellt und nach 10 Minuten warten ging es dann los in luftige Höhen. Wobei es in den Glasgondel überhaupt nicht luftig war. Klimatisiert – ja, aber von oben bis unten abgeschlossen. In 135 m Höhe hat man einen super schönen Blick über London. Mit 26 Pfund ist die Fahrt zwar ganz schön teuer, doch lohnen sich die 30 Minuten Fahrt für den Blick meiner Meinung nach auf jeden Fall. Jeder muss eben selbst entscheiden, wie er seine Reisekasse investieren will. Wir haben uns eben für das London Eye entschieden, Madame Tussauds beispielsweise haben wir einfach weggelassen.

Vom London Eye aus ging es dann wieder zum Hotel zurück, wo wir am Abend müde und kaputt vom Laufen ins Bett gefallen sind.

Tag 4 – Science Museum und Abreise

Normalerweise bin ich kein Freund davon, am letzten Urlaubstag erst spät Heim zu fahren. Denn wenn wir ehrlich sind, (ist zumindest bei mir so) ist man die ganze Zeit angespannt, weil man seinen Flieger bekommen will und man schaut eben ständig auf die Uhr. Da wir dieses Mal ausschließlich Handgepäck hatten, haben wir uns vorab für einen späten Rückflug entschieden. Und das war gut so. Dadurch hatten wir noch den kompletten Vormittag Zeit für das Science Museum, wo wir an der Garderobe einfach unsere Handgepäcktaschen abgegeben und uns das Museum in Ruhe angeschaut haben.

Science Museum

In dem Museum gibt es viele anschauliche Exponate zur Entwicklung der Technik, etwa die Dampfmaschine oder Modelle aus der Raumfahrt von den Anfängen bis heute. Der Teil zur Raumfahrt ist weniger spannend, wenn man schon im California Science Center in Los Angeles war und dort die beeindruckende Endeavour gesehen hat. Auf mehreren Etagen erhält man Einblicke in Automobiltechnik, Medizin oder Fotografie. Alt gefühlt habe ich mich, als ich den Super Nintendo in der “frühen Computergeschichte” ausgestellt gesehen habe… Das Museum ist wie alle anderen ebenfalls kostenlos.

King’s Cross Gleis 9 ¾

Nach dem Mittagessen ging es dann in Richtung Flughafen mit einem Abstecher zum Gleis 9 ¾ am Bahnhof King’s Cross, wo Harry Potter’s Hogwarts Express abfährt. Ich war vor 10 Jahren schon einmal dort. Zu dieser Zeit wurde an der Station noch gebaut und das Schild hing einfach nur an der Wand. Heute muss man sich anstellen, um ein Foto machen zu können. Zudem hat direkt neben dem Schild ein Harry Potter Souvenirladen eröffnet. Menschen machen eben aus allem Geld…

Magischer Heimflug

Pünktlich am Flughafen gewesen, standen wir eine gefühlte Ewigkeit an der Sicherheitskontrolle an. Ich hatte das Gefühl ganz London will die Stadt verlassen. Im Flugzeug wurde ich dann freundlich gebeten, den Platz zu tauschen und konnte anstatt in der Mitte dann am Fenster sitzen. Ich liebe Fensterplätze im Flugzeug! Wenn es dann auch noch bewölkt ist und so spät, dass du schon vorher weißt, dass du den Sonnenuntergang sehen wirst, wartest du nur darauf, bis es losgeht… Es war atemberaubend schön! Besser hätte der Kurzurlaub nicht enden können…

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